Kategorie: Bandgründung

Bandgründung

Bandgründung

Bandgründung

Bandgründung. Du möchtest eine neue Band gründen und suchst dafür motivierte Mitmusiker. Kein Problem. auf www.findmyband.ch findest du Musiker und Musikerinnen, die genau deinen Wünschen zutreffen und die sich auch vorstellen können, in eine neue Band einzutreten.

Du bist Musiker, aber bist es satt immer alleine Im Proberaum zu üben. Du möchtest jedoch auch nicht einer bestehenden Band beitreten, da du etwas neues auf die Beine stellen möchtest und es noch keine Band mit Musikern gibt, die deinen Wünschen entspricht. Kein Problem. Auf findmyband.ch findest du gleichgesinnte, die auch eine Band gründen möchten.. Erstelle nun in wenigen Minuten ein Suchinserat.

Band gründen Schweiz

1.1 Warum das alles?
Oder: Was hat den denn jetzt wieder geritten?

Bandgründung. Keiner hat nach ihm gefragt – weil ich aber gerade Lust drauf habe, dachte ich mir, ich bringe mal meine Gedanken über Bandgründungen auf das virtuelle Papier. Vielleicht hilft dieser Text ja dem Einen oder Anderen, vielleicht dient er nur als Diskussion – mal sehen. In zwei Punkten ist der Mehrwert garantiert: Erstens habe ich mir meine Gedanken mal von der Seele geschrieben, zweitens gibt’s einen neuen Thread im Musiker-Board. Ich habe jetzt bewusst einen neuen Text verfasst und nicht auf andere Gedanken und Workshops verlinkt.

Dieser Text soll halbwegs „aus einem Guss“ sein und nicht mehr und nicht weniger als meine aktuelle Sicht auf die Dinge darstellen. Der Text ist wirklich lang, aber eben trotzdem garantiert nicht vollständig. Der Text ist auch manchmal ziemlich „platt“, weil man über viele Themen eigentlich nicht so viel Weises schreiben kann. Er ist auch nicht frei von Widersprüchen, weil die Welt auch nicht anders ist. Er ist so, wie er eben geworden ist.

Bandgründung: Diese Text richtet sich an all jene, die überlegen, ob sie nicht erstmals in eine Band einsteigen bzw. eine solche gründen sollten. Es geht ausdrücklich nicht um mehr oder weniger erfahrene „alte Hasen“, die seit Jahren oder Jahrzehnten mit Bands „im Geschäft“ sind. Okay, einige der Kern-Probleme bleiben immer dieselben – aber hier geht es eher um Starthilfe als um Tuning.

Damit bin ich dann auch schon automatisch bei der Tatsache der Bandgründung , dass sich dieser Text als Konsequenz eher an „junge“ Menschen handelt. Natürlich ist auch für den Mittdreißiger, der seit zwei Jahren endlich E-Gitarre lernt, ein bisschen was dabei – tendenziell ist dieser Text aber für Schüler, Studenten, Auszubildende, junge Berufstätige, etc. geschrieben. Ganz bewusst richte ich mich an also „Anfänger“, was das Bandleben betrifft.

Mit „Band“ wiederum meine ich hier all das, was sich im Rock/Pop/Metal/Soul/etc.-Bereich tummelt, also das, was man als Grobkategorie in „Rock&Pop“ einsortieren kann. Es geht definitiv nicht um klassische Musik, Chöre, Steeldrum-Orchester, Theremin-Triangel-Duos und ähnliche „Exoten“, sondern um das, worum sich große Teile des Musiker-Boards so drehen.

Und letztlich: Hier ist kein Patentrezept, wie man mit seiner Musik erfolgreich wird, es im harten Business ganz nach oben bringt, den Rock&Roll Lifestyle mit Sex&Drugs perfektioniert und die große Kohle nebenbei scheffelt. Selbst, wenn dieser kleine Leitfaden vielleicht dem Einen oder Anderen den Start seiner Band erleichtert, heißt das noch lange nicht, dass diese Band dann auch gute Musik macht und „Erfolg“ hat.

Wenn Du…

… zwischen 14 und 24 Jahre alt bist,

… E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug oder Keyboard spielst (und/oder gerne singst),

… noch nie in einer Band gespielt hast,

… die Nase voll vom Üben im Unterricht oder im Zimmer daheim hast,

… Musik machen willst, die grob in die Richtung „Rock&Pop“ (ja, inkl. Metal) geht,

dann ist dieser Leitfaden zu 100% für Dich gedacht.

Sonst eben entsprechend weniger.

PS: „Gender Paragraph“: Ich verwende in der Regel die männliche Form und verzichte auf Konstruktionen wie z.B. Musiker/Musikerin oder Musiker/-in oder gar MusikerIn. Das ist natürlich in keiner Form abwertend gemeint, mein Text gilt für Musikerinnen ebenso wie für Musiker. Der einzige Grund ist, dass der Text so schlichtweg viel einfacher und lesbarer wird.

Ich versuche, die einzelnen Schritte zur Bandgründung von der ersten Idee bis zum ersten Auftritt darzustellen. Dabei ist mir völlig klar, dass es diese „Musterlösung“ in der Realität kaum gibt. Zu vielfältig sind die tatsächlichen Probleme, zu verschieden die Menschen und Situationen – es wird nie einen Leitfaden geben, der alle Varianten und Eventualitäten abdeckt. Aber: die Stationen, die ich hier aufzeige, kommen in jeder Band-Laufbahn irgendwann vor. Die Reihenfolge mag anders sein, die Bedeutung der Stationen auch, die Schwierigkeiten unterschiedlich gewichtet – aber wenn man „von null“ anfängt, sind diese Stationen immer irgendwie relevant.

BandgründungAuf lokale Unterschiede kann ich natürlich nur begrenzt eingehen. Wenn man in Berg im Thurgau wohnt, findet man eventuell nur schwer Mitmusiker – zumindest verglichen mit jemandem, der in einer Großstadt aufwächst. Aber: Ich versuche wenigstens, auf besondere Herausforderungen des „Landlebens“ einzugehen. Aus der Situation komme ich selbst, jetzt bin ich in der Stadt – ich kann also einige Probleme der „Landeier“ verdammt gut nachvollziehen.

Zusammengefasst:
Bandgründung: Die hier dargestellten Gedanken zur Bandgründung ist grundsätzlich immer richtig, alle Band-Neugründungen durchlaufen die dargestellten Schritte. Für jede einzelne Bandgründung ist dieser Ablauf jedoch immer falsch, weil es immer anders abläuft als ich in meinem Schema hier beschreibe. Man sollte das also immer als „so oder so ähnlich“ lesen, nicht als „das muss genau so sein“.

2. MEINE GEDANKEN ZUR BANDGRÜNDUNG

2.1. Warum soll ich eigentlich in einer Band spielen?
Oder: in meinem Zimmer ist’s aber viel schöner

Jeder erfahrene Musiker wird Euch sagen, dass man durch das Zusammenspiel mit anderen Musikern verdammt viel lernt. Vor dass man so Dinge lernt, die man alleine eben nicht lernen kann. Man lernt, wie man aufeinander hört. Man lernt, wie man aufeinander eingeht. Man lernt, was andere so spielen und erweitert „spielerisch“ bzw. „spielend“ seinen eigenen musikalischen Horizont. Man lernt, sein eigenes Instrument im Bandgefüge zu spielen und nicht als Solo-Instrument. Man lernt neue Leute kennen, findet evtl. sogar Freundschaften oder einen Lebens(abschnitts)partner. Und man kann nebenher verdammt viel Spaß dabei haben.

Gegen ein „mag ja sein, dass erfahrene Musiker das sagen, aber ich glaub’s trotzdem nicht“ kann ich nichts tun außer ein leises „Schade“ zu erwidern. Irgendwann wirst Du schon merken, dass Du was verpasst hast. Irgendwann verwandelt sich ein „Mädchen sind doof“ auch in ein „Haste die Steffi aus der Klasse nebenan gesehen?“ – ähnlich ist es mit der Musik. Man merkt, dass alleine was fehlt. Dann ist es Zeit, sich auf die Suche zu begeben. Das ist immer abenteuerlich, wie die Suche nach der wahren Liebe. Aber – ganz Zen-mäßig – manchmal ist auch hier der Weg das Ziel.

Klingt kryptisch? Mag sein, aber eine bessere Erklärung habe ich nicht.

Zusammengefasst:
Nichts bringt einen musikalisch weiter, als mit anderen Leuten Musik zu machen.

2.2. Wann bin ich reif für eine Band?
Oder: manchmal reichen auch drei Akkorde

Hört Euch mal die Aufnahme „Like A Rolling Stone“ von Bob Dylan an. Das Stück wurde mal vom Rollnig Stone Magazine auf den ersten Platz der 500 großartigsten Rock-Songs aller Zeiten gewählt. Auch so ist das Stück ein absoluter Klassiker und auch nach diversen Jahrzehnten immer noch ein Knaller.

Jetzt hört Euch das Stück nochmal an und achtet auf die Orgel. Was wäre das Stück ohne diese markanten Orgel-Riffs. Aber vielleicht denkt Ihr Euch auch: Was spielt der Kerl denn da eigentlich? Ist das im Takt?

Wenn man jetzt ein wenig weiterforscht, dann erfährt man, dass der damalige Organist Al Kooper eigentlich nur zufällig am Instrument saß, eigentlich Gitarrist war und dass die Orgel immer deswegen eine runde Achtelnote zu spät kommt, weil der gute Mann erstmal die Tasten für den nächsten Akkord finden musste. Auch die etwas abgehackte Phrasierung ist nicht geplant, sondern einfach nicht besser gekonnt. Für mich immer wieder der strahlende Beweis, dass auch mit ziemlichen Anfängerkenntnissen tolle Musik entstehen kann.

Übertragen auf Euch: Nein, man muss nicht eine bestimmte Anzahl von Stücken, Beats, Bassruns, Akkorden oder Tonleitern beherrschen, um „bandreif“ zu sein. Man ist eigentlich nie „fertig“ mit dem Lernen, es gibt immer jemanden, der irgendwas „besser“ kann. Es gibt auch keine Prüfung, nach der man schwarz auf weiß lesen kann, dass man jetzt „bereit“ für eine Band ist.

Nicht vergessen sollte man allerdings, dass es neben der rein musikalischen Seite auch die „menschliche“ Seite gibt. Ein sehr guter Gitarrist, der aber rein persönlich unausstehlich ist, wird sich schwer damit tun, eine Band zu finden und in dieser zu bleiben. Hingegen kann jemand, der eigentlich nicht so toll Bass spielt, aber gut mit Menschen kann, ein gern gesehenes Mitglied in einer Band sein.

Rein musikalisch gesehen solltet Ihr vielleicht nicht unbedingt gerade ein frisch geschlüpftes Küken sein. Ihr solltet euer Gefieder getrocknet haben, die Eierschalen beseitigt, die ersten Körner gepickt. Bezogen auf die Gitarre (über vergleichbare Niveaus bei anderen Instrumenten kann ich mich nicht so auslassen, weil ich die halt wenig bis gar nicht beherrsche) heißt das:

Man kann die wichtigsten offenen Akkorde und vielleicht ein paar Barrée-Griffe, hat das Prinzip der Power Chords ansatzweise verstanden und kann die auch spielen, hat sich das eine oder andere Lied vorgenommen und auch so halbwegs hingekriegt, und hat vielleicht schonmal was von Pentatonik gehört. Das kann nach einem halben Jahr mit Unterricht und viel Üben der Fall sein, das kann auch sehr viel länger dauern. Eine klare Zeitvorgabe kann man hier nicht machen.

Ein schöner Startpunkt ist für mich beispielsweise der Song „Basket Case“ von Green Day. Wer – auf welchem Instrument auch immer – den Verse dieses Songs flüssig (das heißt: gleichmäßig, aber nicht unbedingt im Originaltempo) und richtig (das heißt: nicht unbedingt 1:1 nachgespielt, aber mit den richtigen Tönen bzw. dem richtigen Rhythmus) spielen kann, kann „eigentlich“ schon genug, um es mal mit einer Band zu probieren.

Natürlich ist das Frustpotenzial umso höher, je weniger man kann. Und natürlich tut man sich als blutiger Anfänger schwer damit, eine Band zu finden, wenn es viele andere Musiker gibt, die schon mehr drauf haben. Trotzdem möchte ich Euch dazu ermutigen, nicht ewig zu warten. Man ist nie „gut genug“. Üben muss man immer, ein „ich habe fertig“ gibt’s nicht.

Dies bringt mich nahtlos zum zweiten Punkt, der „menschlichen“ Seite: Es bringt nämlich auch nichts, wenn man noch so unsicher ist, dass man lieber gar nichts spielt, bevor man etwas falsch macht. Eine Portion gesundes Selbstbewusstsein muss schon sein. Man muss auch so viel Persönlichkeit mitbringen, dass man sich direkt vor anderen Leuten auch mal einen abkrampft und schräge Töne von sich gibt, bis man das neue Stück/Riff/Lick irgendwann so halbwegs kann, dass man’s auch in der Band mal probiert.

Und manch einer muss eben noch ein bisschen „besser“ sein und noch ein bisschen mehr im stillen Kämmerlein üben, bevor er sich sicher genug fühlt – während ein Anderer mit C, F und G schon die ersten Hits in einer Punkband nachspielt.

Noch wichtiger ist aber die grundsätzliche Einstellung. Man ist dann „reif“, wenn man einerseits Neues entdecken und seine Grenzen erweitern will, andererseits aber auch bereit ist, mal zurückzustecken und sich auf Andere einzulassen. Man muss auch bereit sein, ziemlich viel Flexibilität und Toleranz aufzubringen – hey, Ihr seid neu auf diesem Feld, da muss man sich bewusst sein, dass man nicht immer alles weiß und auch mal auf Andere hören bzw.

Dinge erstmal so tun, wie andere sie tun wollen. Mit dem Kopf durch die Wand wird das nichts. Man muss sich auch bewusst sein, dass die erste Band so gut wie nie die einzige Band im Musikerleben bleibt. Oft ist die erste Band auch nicht mehr als ein Band-Start-Versuch, meistens braucht man mindestens zwei oder drei Versuche, bis man eine „richtige“ Band auf die Beine gestellt hat oder findet. Aber auch hier: Ihr macht das, um zu lernen und Euch zu entwickeln, nicht um auf Anhieb besser zu sein als Eure Vorbilder.

Gründe eine neue Band: Wer in der glücklichen Lage ist, Unterricht zu bekommen, kann auch durchaus mal seinen Lehrer fragen, was der von einer Band so hält. Ein guter Lehrer kann die Fähigkeiten seiner Schüler – musikalisch wie menschlich – einschätzen und einen in dieser Richtung etwas coachen.

Da aber nicht alle Lehrer gut sind, sollte man sich ruhig mal mit anderen Musikern vergleichen bzw. sehen, was Andere so spielen und können. Geht mal auf Konzerte von kleinen unbekannten lokalen Bands, im Jugendclub, auf dem Stadtfest, in einer Kneipe, beim Schulfest und schaut und hört zu. Vielleicht merkt ihr, dass die auch nur mit Wasser kochen und auch nicht viel mehr drauf haben als ihr.

Bandgründung: Man muss aber auch die Größe haben, seine eigenen Grenzen zu kennen. Auf eine Anzeige im Sinne von „motivierter Bassist gesucht, Stil irgendwo zwischen Red Hot Chili Peppers und Peter Fox, keine Anfänger, keine Profis“ sollte man sich nicht unbedingt bewerben, wenn man mühsam jede Note ausrechnen muss. Ein „keine Anfänger“ ist leider oft durchaus ernst gemeint – viele Bands suchen lieber zwei Jahre nach einem neuen Bassisten (so als Beispiel halt), anstatt in diesen zwei Jahren einen ziemlichen Anfänger auf ein ziemlich hohes Niveau zu bringen.

Zusammenfassung Bandgründung:
Um „reif“ für eine Band zu sein, sollte man sein Instrument zumindest rudimentär beherrschen und musikalisch wie menschlich offen auf andere potenzielle Mitmusiker zugehen können.

2.3. Wie finde ich Leute, mit denen ich Musik machen kann?
Oder: das Ende des Internet ist bald erreicht

Vorab: Es gibt ein gewisses „Henne-Ei-Problem“ mit der Suche nach einem Proberaum. Man kann nicht gemeinsam Musik machen, ohne dass man einen Ort dafür hat. Ebenso bringt einem ein toller Proberaum gar nichts, wenn man keine Mitmusiker hat und die Kosten alleine tragen muss. Das ist am Anfang oft die größte Hürde. Daher meine Empfehlung: Setzt Euch mit dem Thema „Proberaum“ auseinander, sobald Ihr auch nur einen Mitmusiker gefunden habt. Wartet nicht, bis Ihr eine komplette Band zusammen habt.

Jetzt aber: Leute finden!

www.findmyband.ch: Natürlich bietet das Internet phantastische Chancen. Es gibt Foren wie dieses hier, kostenlose Kleinanzeigen, Social Networks, Kontaktbörsen, und so weiter und so fort. Aber: Was bringt Euch ein seelenverwandter gleichgesinnter Mit-Anfänger in 500km Entfernung? Meine Kernbotschaft: Sucht Euch Mit-Musiker, die Ihr auch erreichen könnt. Wie weit das ist, sollte man sich erstmal klar machen. In der Stadt kann das durch ein gutes öffentliches Verkehrsnetz schon recht weit sein, auf dem Land kommt man ja durchaus auch mit dem Fahrrad gut voran.

Wer nicht selbst einen fahrbaren Untersatz bewegen kann (bzw. darf) muss eben sehen, inwieweit er Eltern und Freunde zur Hilfe bewegen kann. Faktor sollte meiner Meinung nach die Zeit sein, nicht die Entfernung. In ländlichen Gegenden ist man in einer halben Stunde oft schon zig Kilometer mit dem Auto entfernt von daheim, während man in der Stadt zur Rush Hour gerade mal fünf Kilometer packt.

Das heißt aber in jedem Fall auch, dass Ihr „lokal“ suchen müsst. Klar, ihr sollt auf jeden Fall die Internet-Plattformen nutzen und dort Euer Gesuch reinstellen. Aber besonders erfolgversprechend sind die Plattformen, die einen lokalen Touch haben, beispielsweise eBay Kleinanzeigen (früher Kijiji), Quoka oder auch die Lokalisten (die aber eher für den städtischen Raum).

„Bandgründung Lokal“ suchen heißt aber auch, ganz altmodisch einen kleinen Text auf Papier auszudrucken, mit kleinen Abreißzettelchen mit der eigenen Handynummer zu versehen, und „überall“ aufzuhängen. Und mit „überall“ meine ich überall, wo es gute Chancen gibt, Gleichgesinnte zu finden. Klassiker sind die Schwarzen Bretter in Schulen (nicht nur in der eigenen Schule, sondern an allen im Ort), in Geschäften (nicht nur Musikläden, auch im Supermarkt), Jugendzentren, Kulturvereinen, Kirchen, etc. – immer ein paar Zettel und Tesa bzw.

Nadeln dabeihaben und anpinnen, wenn man vorbeikommt. Das Prinzip der Schwarzen Bretter ist total veraltet – aber in Deutschland läuft da immer noch verdammt viel. Ich würde Euch sogar mal empfehlen, evtl. eine kleine Anzeige in eine lokale Tageszeitung bzw. ein lokales Kleinanzeigenblatt zu setzen. Kostet oft fast nichts, bringt oft viele Kontakte.

Bandgründung Ich werde jetzt nicht so weit gehen, hier einen perfekten Muster-Text reinzustellen – ein bisschen eigene Kreativität muss schon sein. Ich bin aber schon der Meinung, dass Ihr über Euer Instrument, Euer Alter, Eure Location und Eure grobe Absicht erwähnen solltet. Ich finde einen Text wie „Gitarrist aus Hintertupflingen, 17 J, sucht Musiker zwecks Bandgründung in Richtung Hard Rock / Stoner Rock, bin selbst noch ziemlicher Anfänger“ besser als „Yeah! Rock&Roll! Wer hat Lust, mit mir geile Mucke zu machen?“.

Jetzt gibt es aber genau zwei grundsätzliche Möglichkeiten, zu einer Band zu kommen. Entweder man zieht selbst eine auf, oder man sucht sich eine bestehende. Richtig und falsch gibt es auch hier nicht, das hängt immer davon ab. Aber es gibt ein paar klassische „davons“, die je nach Situation für die eine oder andere Lösung sprechen:

Wenn man z.B. schon einen Kumpel hat, der auch ein Instrument spielt oder lernt, kann das helfen – man ist schon zu zweit, und auch zu zweit kann man bereits „Band“ sein. Schaut Euch mal die White Stripes an (das sind zwei) und staunt, was die für einen Alarm machen – und das nicht nur im Studio, sondern auch live. Geht also. Und wenn man schon mal eine Mini-Band ist, dann fällt es oft auch leichter, noch ein paar andere Musiker dazuzufinden. Oder man motiviert einen anderen Kumpel, doch mal mit dem Gitarrespieln oder rumtrommeln oder Basszupfen anzufangen – auch das gibt’s.

Hier kann es halt nur Frust geben, wenn nach der anfänglichen Begeisterung die Erkenntnis kommt, das Guitar Hero viel einfacher ist und man auf Üben und Lernen eben doch keinen Bock hat. Eine weitere Warnung gleich hinterher: Es gab schon diverse Bands aus besten Kumpels, nach deren Auflösung auch die Freundschaften hinüber waren. Nur, weil man sich gut versteht, heißt das nicht, dass man auch in einer Band gut zusammenkommt. Aber dafür habe ich ja noch ein paar Kapitel mehr geschrieben.

Wenn man „ganz allein“ ist, und schon meint, dass man halbwegs was kann und weiß, wo es musikalisch hingehen soll, könnte man sich auch zu einer Bandgründung hinreißen lassen. Hier möchte ich aber nur zu Bedenken geben, dass so ein Kaltstart verdammt arbeitsaufwändig ist und es eine ziemliche Weile dauern kann, bis man startklar ist. Als Beispiel nehme ich mal meine aktuelle Band.

Das war nicht meine erste, und wir sind weder musikalisch noch bandtechnisch Anfänger, trotzdem hat es ein Jahr (!) gedauert, bis wir so richtig startklar waren. Musikersuche, ich-will-doch-in-eine-andre-Richtung, etc. hat eben so lange gedauert. Aber auch hier: ja, es geht – aber man muss sich dann eben auch durch viele Fehlschläge durchbeißen.

Nicht vergessen darf man, dass gerade relative Anfänger sich manchmal auch verdammt drüber freuen, wenn ein anderer Anfänger eine Band gründen will. Man muss eigentlich keine Angst haben, von einem wirklich erfahrenen Musiker an die Wand gespielt zu werden und ausgelacht zu werden, wenn man sich verspielt. Aber auch hier dran denken, dass es neben der musikalischen auch die menschliche Erfahrung gibt.

Die wenigsten wirklich guten Musiker würden nämlich einen Anfänger runtermachen – sie würden sich freuen, dass er spielt und ihm vorsichtig Tipps geben, was noch besser geht. Diejenigen, die den großen Larry raushängen lassen müssen, sind für mich – selbst wenn sie technisch noch so gut sind – keine bandtauglichen Musiker. Kurzum: auch eine Anfänger-Band kann durchaus funktionieren.

Natürlich kann man nicht wirklich gut bewerten, wer musikalisch und menschlich perfekt passt – aber gerade für die erste Band muss nicht alles wirklich perfekt sein. Immer dran denken – Ihr macht das, um zu lernen und den Horizont zu erweitern, nicht um gleich mit dieser ersten Band berühmt zu werden. Wenn’s also nur Du an der Gitarre bist, zusammen mit einem Kumpel, der mal Klavierunterricht hatte und ein Keyboard besitzt und einem Freund, der aus dem Schützenverein seine große Trommel mitbringt – ja, das ist ziemliches Rumgekrampfe, aber es kann funktionieren.

Ebenso kann’s klappen, wenn man als totaler Jüngling bei einer Band aus „alten Säcken“ jenseits der 30 einsteigt – Musiker haben hier oft viel weniger Berührungsängste als sonst bei uns so üblich.

Zusammengefasst Bandgründung:
Mitmusiker auch über Schwarze Bretter im lokalen Umfeld suchen, nicht nur im Internet. Fürs Erste nicht zu wählerisch sein, sondern einfach mal loslegen und sich von den vielen Rückschlägen nicht schocken lassen.

[caption id="attachment_1016" align="alignnone" width="300"]Gründe mit anderen Musikerne eine Band Bandgründung[/caption]